Snackable Content zu Gesundheitsthemen – Korrekt trotz Kürze?

Geposted am: 30. September 2020

Bei medizinischem Content muss inhaltlich alles korrekt sein. Fehler oder missverständliche Angaben können im schlimmsten Fall der Gesundheit der Nutzer schaden oder rechtliche Konsequenzen für den Herausgeber nach sich ziehen. Deshalb sträuben sich viele Entscheider im Gesundheitswesen noch einem Trend zu folgen, dessen Nutzen sich in anderen Branchen schon längst bewährt hat: Snackable Content.

Neue Formate für neue Nutzungsgewohnheiten

Beim Snackable Content geht es darum, Inhalte nicht als großes abendfüllendes Dinner zu servieren, sondern als kleine leckere Häppchen. Das heißt, die Inhalte können ohne großen Aufwand in kurzer Zeit “genascht” werden. Diese Art von Content passt sich perfekt in die sich verändernden Mediennutzungsgewohnheiten ein. Wir konsumieren Inhalte immer mehr nebenbei auf dem Smartphone, zum Beispiel in der Mittagspause, in der Bahn oder abends auf dem Sofa beim Fernsehen. Lange Texte oder Videos haben da keinen Platz oder zumindest kaum noch Platz.

Mehr Reichweite für relevante Botschaften

Die Vorteile von Snackable Content liegen auf der Hand. Dadurch, dass die Einstiegshürde nicht so groß ist, steigt die Reichweite. Der Nutzer muss nicht überlegen, ob er wirklich die nächste halbe Stunde in ein ausführliches Video investiert, sondern kann in den 3-Minuten-Clip einfach mal reinschauen. Dieser Vorteil wird durch einen weiteren Effekt noch verstärkt: Snackable Content wird auch öfter geteilt. Eine spannende Infografik, ein kurzes Podcast-Snippet oder ein interessantes Video verteilt sich viel schneller über Social Media und Instant Messenger als eine komplette Podcast-Diskussion über eine Stunde. Zusätzlich ist bei den kleinen Content-Häppchen die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass eine im Snack verpackte Kernbotschaft ebenfalls verspeist wird. Das wichtige Fazit am Ende des 15-Minuten-Videos sehen dagegen nur wenige der Zuschauer.

Der Weg zu hochwertigem Gesundheitscontent

Der wichtigste Baustein, um Snackable Content für medizinische Inhalte gleichzeitig seriös, vertrauenswürdig und ansprechend ist zu gestalten, liegt meiner Erfahrung nach bereits im Produktionsprozess. Bei MedServation arbeiten wir so, dass die an der Contenterstellung beteiligten Gewerke von Anfang zu gleichen Teilen eingebunden werden.

Dazu gehörten in den meisten Fällen:

  • ein medizinischer Experte, wie ein Arzt oder Biologe
  • ein Experte für den jeweiligen Kommunikationskanal, wie ein Bewegtbildredakteur oder Designer
  • ein Berater, der den Kunden und die rechtlichen Rahmenbedingungen kennt.

So vermeiden wir, dass dem Medizinexperten ein fast fertiges Layout vorgelegt wird, das der Komplexität der Materie nicht gerecht wird. Oder dass der Bewegtbildredakteur vom Arzt einen stocksteifen Sprechertext bekommt, der den Zuschauer selbst dann noch zum Gähnen bringt, wenn er mit der spannendsten Infografik kombiniert ist. Der Aufwand ist zwar zu Beginn etwas höher, dafür ist die spätere Produktion reibungsloser und das Ergebnis hochwertig.

Der Zuschauer ist nicht dumm

Auch wenn sich die Rezeptionsgewohnheiten verändern, sollten wir einen wichtigen Grundsatz nicht vergessen: Der Nutzer ist nicht dumm. Nur weil er sich das Snack-Video in der U-Bahn anschaut, weil er gerade Zeit hat, heißt das nicht, das er nicht an tiefergehenden Informationen interessiert wäre. Und hier liegt eine weitere Chance von Snackable Content für medizinische Inhalte: Ein Snack kann Lust auf mehr machen. Nach dem kurzen Inhalts-Häppchen bekommt der Nutzer vielleicht Hunger auf die große Mahlzeit, wie etwa die lange Podcastfolge, den ausführlichen Text oder das umfassende Video.

 
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