Die App auf Rezept und ihre Herausforderungen

Geposted am: 2. Juli 2020

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) unterstützen Patientinnen und Patienten vor, während und nach ihrer Behandlung. Selbst bei der Diagnostik können DiGA’s als Mehrwert im Praxisalltag eingesetzt werden. Immer mehr Unternehmen entwickeln seit dem Inkrafttreten des Digitalen-Versorgungs-Gesetzes (DVG) ihre innovativen Ideen.

Wie bestehende Vertriebsorganisationen und -strukturen für die digitalen Angebote gewonnen werden und wie die Platzierung beim Arzt erfolgreich verläuft, bleibt jedoch für viele offen.

Integration in Praxisprozesse

Soll eine digitale Anwendung erfolgreich vertrieben werden, muss sie gekonnt bei Ärztinnen und Ärzten platziert werden. Das klingt jedoch einfacher als es ist. Die Möglichkeit der Integration in bestehende Praxisprozesse sowie die aktive Unterstützung durch den Anbieter bei der Integration sind dabei maßgeblich für den Erfolg und somit den Umsatz. 

Jeder Anbieter einer DiGA muss sich von Beginn an zwei wichtige Fragen stellen:

  • Ist die Integration meiner App in die Praxisprozesse möglich und orientiert sie sich an den Abläufen, Bedürfnissen und Vorgaben der Arztpraxis?
  • Bestehen ausreichend interne Ressourcen, um bei der Integration aktiv zu unterstützen?

Kurz gesagt: Die App auf Rezept muss für die Praxis relevant sowie in die Prozesse und den Praxisalltag leicht zu integrieren sein.

Technischer Kundensupport liegt nicht beim Arzt

Haben Patienten Probleme oder Fragen bezüglich der Verwendung der App, kann es passieren, dass sich diese hilfesuchend direkt an den Arzt wenden, der ihnen die App verschrieben hat. Ärzte sind jedoch keine Ansprechpartner für technische Fragen.

Es besteht die Gefahr, dass die Arztpraxen zum technischen Kundenservice werden und die Telefone heiß laufen, wenn die DiGA mal nicht funktioniert wie erhofft. Das Worst-Case-Szenario wäre, dass Ärztinnen und Ärzte dies als Grund sehen, Apps auf Rezept nicht mehr zu verschreiben.

Der Faktor Zeit ist in Arztpraxen für Patientengespräche oftmals knapp bemessen. Zusätzliche Ressourcen für den technischen Support aufzubringen, der weder therapierelevant ist, noch Einfluss auf den Gesundheitszustand des Patienten hat, liegt nicht im Interesse der behandelnden Ärzte sowie dem medizinischen Fachpersonal. Mit großer Wahrscheinlichkeit fällt der Support zulasten des laufenden Praxisbetriebs und der Patientinnen und Patienten.

Diese Hürde gilt es, nicht nur abzubauen, sondern konkrete Lösungen zu entwickeln und die Ärzte bei der Einbettung der DiGA in den gewohnten Praxisalltag zu unterstützen – unkompliziert und mit überschaubarem Aufwand.

Kundensupport entscheidend für erfolgreiche Distribution

Dabei sollte der Support bereits bei der Integration in die bestehenden Praxisprozesse beginnen und bis hin zur Anwendung beim Patienten zur Verfügung stehen. Denn der Support ist entscheidend für eine erfolgreiche Distribution.

 

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